Ein besonderer „Lebenslauf“ und eine großzügige Spende für das Ambulante Hospiz St. Josef Neunkirchen

Zur Erinnerung an die Spendenübergabe gab es auch ein gemeinsames Foto: (v. li.) Petra Hohnsbein, Leiterin des Ambulanten Hospiz St. Josef Neunkirchen, Thomas Schwegel und Krankenhausoberin Beate Leonhard-Kaul (Foto: Astrid Anna Oertel)

11.10.2021

Der Saarländer Thomas Schwegel beendete sein aktives Berufsleben in Stuttgart mit einem Lauf, der ihn von seiner letzten Arbeitsstätte in Untertürkheim bei Stuttgart bis zu seiner ersten Lehrwerkstatt nach St. Wendel führte. Begleitet wurde dieser „Lebenslauf“ von einer Spendenaktion, bei der über 2000 Euro eingingen. Die Hälfte des Betrages kommt dem Ambulanten Hospiz zugute.

 

Neunkirchen. „Wie bei vielen Projekten gibt es nicht immer zu Beginn den perfekten Plan und schon gar keine Details. Viele Ideen reifen durch Gespräche und Dinge entwickeln sich weiter. So auch bei meinem „Lebenslauf“, erzählte Thomas Schwegel bei der Übergabe seiner Spende von 1.040 Euro an die Leiterin des Ambulanten Hospizes St. Josef Neunkirchen, Petra Hohnsbein im Beisein von Krankenhausoberin Beate Leonhard-Kaul. Gespannt hörten beide der Schilderung von Thomas Schwegel zu:

 

„Irgendwann werde ich meinen Dienstwagen abgeben müssen“, sagte ich vor einiger Zeit mit Blick auf die passive Phase meiner Altersteilzeit. Eine Kollegin fragte daraufhin - nicht ganz ernst gemeint - „wie ich denn dann heimkommen werde.“ Diese Frage war durchaus berechtigt, denn in all den Jahren, in denen ich in Stuttgart gearbeitet habe, bin ich am Wochenende meist zu meiner Familie ins Saarland gefahren. „Ich werde nach Hause laufen, dann sehe ich auch mal, wo ich nur vorbeigefahren bin in all den Jahren“, war die schnelle pragmatische Antwort und der Auftakt meines „letzten großen Projektes zum Ausstieg aus dem Stuttgarter Berufsleben.“

 

So schnell wie die Idee gekommen war, reifte dann auch der konkrete Plan: Thomas Schwegel wollte alle seine beruflichen Stationen, die er zwischen Stuttgart-Untertürkheim und dem Beginn seiner Ausbildung in St. Wendel im Saarland durchlaufen hatte miteinander verknüpfen und in etwa der Chronologie seines Lebenslaufes ablaufen. Um auch mal irgendwann anzukommen, musste er allerdings die eine oder andere Station ausklammern. Dennoch blieben 423 km auf seiner Wanderroute.

 

Damit es kein Zurück mehr gab, hatte er zwei Hilfsorganisationen – darunter das Ambulante Hospiz St. Josef Neunkirchen e. V. -  angefragt, ob diese mit einer finanziellen Unterstützung einverstanden wären. Somit gab es noch einen Grund mehr, die selbstdefinierten Erwartungen nicht zu enttäuschen. Auch hatten inzwischen ziemlich viele Menschen von seinem Plan erfahren und wollten ihn unterstützen – beim Wandern und finanziell!

 

Er machte sich also daran, sein Projekt vorzubereiten. Neben 120 Trainingskilometern, die er an den Wochenenden wanderte, galt es die Route zu planen, Wegstrecken auszumachen und Übernachtungsmöglichkeiten festzulegen. Und dann war es soweit. Am 1. August startete er am Mercedes-Benz-Museum in Untertürkheim und erreichte nach 22 Etappen am

 

23. August seine ehemalige Lehrwerkstatt in St. Wendel bei der heutigen HIL.

 

„Natürlich hatte ich mir gewünscht, dass mich auch der ein oder andere Kollege auf meiner Tour begleitet“, berichtete Thomas Schwegel weiter, „aber ich war überwältigt als ich sah, mit wie viel Engagement sich alte und neue Kollegen verzahnt haben und mit coolen Aktionen ihr Interesse an einer Beteiligung gezeigt haben.“

 

Wie sehr man von positiver Energie getragen werden kann, zeigte ihm die Begleitung durch seine Kollegen. Trotz schlechter Wetterbedingungen ist er nur etwa 70 Kilometer alleine gelaufen. Die meisten Wegbegleiter kannte er aus seinem Berufsleben. In Summe waren über die drei Wochen 82 Kollegen aus knapp vier Jahrzehnten Berufsleben an seinem Lebenslauf beteiligt, sehr viele aus seiner aktiven Zeit als Produktionsplaner und Trainer für Lean-Management. „das zeigte mir, dass ich vieles in all den Jahren richtiggemacht habe“, freute sich Thomas Schwegel.

 

Auch sonst war dieser Lebenslauf für ihn ein Erfolg. „Aus einer groben Idee ist wie bei vielen meiner beruflichen Projekte, bei denen ich auch zu Beginn nicht wusste, ob sie gutgehen, letztendlich doch ein großer Erfolg geworden. Es gibt einen Spruch von Pippi Langstrumpf, der meine Einstellung zu der Wanderung auf den Punkt bringt: „…da ich es noch nie versucht habe, darf ich mir einfach sicher sein, dass es funktioniert.“ Und nicht nur der Lebenslauf hat funktioniert, auch die damit verbundene Spendenaktion, bei der über 2000 Euro zusammenkamen.

 

„Wir sind dankbar und froh, dass wir von Ihnen bedacht wurden“, freute sich Petra Hohnsbein, die Leiterin des Ambulanten Hospizes, bei der Spendenübergabe. „Damit können wir wieder ein paar Angebote finanzieren.“  Denn vieles, was die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter:Innen für die von ihnen begleiteten Familien bereithalten, wird nur durch Spenden finanziert.

 

Infos unter: www.hospiz-nk.de

 

Unser Spendenkonto:

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