„Ich habe mich vom ersten Tag an willkommen gefühlt!“

Nach 48 Jahren und neun Monaten ging Krankenhausoberin Christel Müller in den Ruhestand

Christel Müller (rechts) und ihre Nachfolgerin Beate Leonhard-Kaul. Foto: hf

13.08.2019

Neunkirchen/Ottweiler. Die Marienhausklinik St. Josef Kohlhof und die Marienhausklinik Ottweiler ohne Christel Müller? Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können sich dies kaum vorstellen. Aber nach 48 Jahren und neun Monaten war am 30. Juni tatsächlich Schluss: Krankenhausoberin Christel Müller ging in den wohlverdienten Ruhestand. Ihre Nachfolgerin als Oberin in Neunkirchen und in Ottweiler ist Beate Leonhard-Kaul, die langjährige Leiterin des Kinder-Hospizdienstes Saar. – Die Krankenhausoberin ist in den Kliniken der Marienhaus Unternehmensgruppe Mitglied des Direktoriums und soll die Hände frei haben für die Menschen. Was (vereinfacht gesagt) nichts Anderes bedeutet, als dass sie Ansprechpartnerin für Mitarbeiter und Patienten ist und in besonderer Weise für die christlichen Werte einsteht, denen sich das Unternehmen verpflichtet fühlt.

Im St. Josef-Krankenhaus machte Christel Müller ihre Krankenpflegeausbildung, sie wurde Stationsleitung und später Pflegedienstleitung. Und wurde schließlich gefragt (in ihrem ganzen Leben hat sie keine einzige Bewerbung geschrieben, wie sie erzählt), ob sie sich vorstellen könne, Krankenhausoberin zu werden. Der Vorstand suchte eine engagierte Christin für diese Aufgabe, die bis dato immer eine Ordensschwester wahrgenommen hatte, und fand in Christel Müller die Idealbesetzung. Diese Aufgabe hat sie gut 22 Jahre ausgefüllt.

Christel Müller hat spannende, herausfordernde und manchmal auch turbulente Jahre erlebt. Da war 2003 der Trägerwechsel – die Dernbacher Schwestern übertrugen das St. Josef Krankenhaus und mit ihm das St. Vincenz Alten- und Pflegeheim auf die Marienhaus GmbH. 2008 dann die Übernahme der Klinikgesellschaft des Landkreises Neunkirchen mit der Kinderklinik auf dem Kohlhof und dem Krankenhaus in Ottweiler. Für beide bis dato kommunalen Häuser wurde sie Oberin; und musste vielen erst einmal erklären, „was eine Oberin überhaupt ist und welche Aufgaben sie hat“, wie sie sich schmunzelnd zurückerinnert. Die beiden Häuser zu integrieren und die Kulturen zusammenzuführen, das habe besser und schneller als gedacht funktioniert, weil die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter offen für Veränderungen waren. „Ich habe mich vom ersten Tag an willkommen gefühlt“, stellt sie der Mitarbeiterschaft in Ottweiler und auf dem Kohlhof ein dickes Kompliment aus.

Ein großer Schritt war dann der Neubau auf dem Kohlhof und der Umzug des St. Josef-Krankenhauses und der Kinderklinik unter dieses neue gemeinsame Dach (das war im Januar 2011). Damit wurde „ein Traum Wirklichkeit“, weil die Zusammenführung an einem Standort für eine erfolgreiche Zukunft unabdingbar war, erzählt sie. Dieser Neustart sei für viele nicht leicht gewesen, aber es sei gelungen, und darauf ist Christel Müller sichtlich stolz, „dass wir eine Dienstgemeinschaft geworden sind“.

Dass die Marienhausklinik St. Josef Kohlhof und die Marienhausklinik Ottweiler eine Dienstgemeinschaft bleiben, das ist nun auch Aufgabe von Beate Leonhard-Kaul, der neuen Krankenhausoberin.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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