Moderne 3D-Technologie im OP der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof

Mit der neuen 3D-Technik lässt es sich viel besser arbeiten: (v.l.) Dr. Rüdiger Schmitz, Ahmed Balusha und die OP-Schwestern (Foto: Astrid Anna Oertel)

01.06.2018

Die Durchführung von Operationen mit der sogenannten „Schlüssellochmethode“ ist seit Jahren in Deutschland etabliert. Inzwischen werden nahezu alle Gallenblasen- und Blinddarmoperationen, aber auch viele gynäkologische, Hernien- und Darmoperationen mittels Bauchspiegelung durchgeführt. Trotz einer schrittweisen Verbesserung der Bildqualität bei laparoskopischen Eingriffen in den letzten Jahren durch Einführung der HD-Technologie und größerer Bildschirme mussten sich die Operateure bisher im Vergleich zur offenen Operation mit der Tatsache abfinden, dass die Realität nur zweidimensional abgebildet wurde.

Die neue 3D-Technologie löst diesen Nachteil nun auf. Bekannt wurde sie in den Kinos mit dem Film „Avatar“. Seitdem sind die abgedunkelten 3-D-Brillen aus den Kinosälen nicht mehr wegzudenken.

Das 3D-Prinzip beruht auf der Tatsache, dass mit der neuen Kamera nicht ein, sondern zwei Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven für unsere beiden Augen erzeugt werden. Mithilfe spezieller 3-D-Brillen werden diese beiden Bilder des Monitors zusammengeführt und erzeugen im Gehirn des Betrachters das bisher fehlende räumliche Sehen.

Der wesentliche Vorteil der neuen Methode besteht in der räumlichen Darstellung des Operationsfeldes und einer besseren Tiefenwahrnehmung der anatomischen Strukturen. Insbesondere die Präparation und das laparoskopische Nähen werden dadurch erleichtert. Damit erhöht sich nicht nur die Sicherheit für die Patienten. Das Spektrum der laparoskopisch durchführbaren Operationen wird sich in Zukunft wohl auch weiter ausweiten.

Mit der neuen 3D-Technologie können wir unseren Patienten als eine der ersten Kliniken im Saarland sowohl im Bereich der Allgemein- und Viszeralchirurgie als auch der Gynäkologie das modernste Verfahren bei minimal-invasiven Eingriffen anbieten. (Text: CA Dr. Ernst-Peter Mues)