Angehörige sind auch auf der Intensivstation jederzeit willkommen

Marienhausklinik St. Josef Kohlhof wurde erneut für seine angehörigenfreundliche Intensivstation ausgezeichnet

Sie freuen sich über die erneute Verleihung des Zertifikates „Angehörige jederzeit willkommen!“: Gesundheits- und Krankenpfleger Simon Weber, Pflegedirektorin Stefanie Conrad, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin, Dr. Ernst Konrad, der Leiter der Intensivstation Werner Mohrbach, Pflegeexpertin Nicole Busch sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin Annika Dinscher. (Foto: aoe)

22.03.2017

Besuche nur zwischen 14 und 16 Uhr? Und dann möglichst Ärzte und Pflegepersonal nicht mit Fragen stören? Solche oder ähnliche ausgesprochen oder unausgesprochene Regelungen gibt es in der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof schon lange nicht mehr. – Im Gegenteil! „Schon damals, als sich unser Krankenhaus noch in der Neunkircher Langenstrichstraße befand, haben wir unsere Besuchszeiten – auch auf der Intensivstation – gelockert und die Angehörigen ermuntert, sich einzubringen“, erzählt Pflegeexpertin Nicole Busch. „Denn es ist wissenschaftlich belegt, dass der Besuch von vertrauten Menschen den Genesungsprozess unterstützt“. Dafür wurde das Krankenhaus schon im Jahre 2009 als erste saarländische Klinik von der Stiftung Pflege e. V. ausgezeichnet. Kürzlich erhielt die Marienhausklinik St. Josef Kohlhof das Zertifikat zum dritten Mal.

„Wir haben uns in der Zwischenzeit nicht auf unseren Lorbeeren ausgeruht“, erklärt Dr. Ernst Konrad, Chefarzt der Anästhesie und Intensivmedizin. Denn um die Auszeichnung zu erhalten, braucht es mehr als flexible und offene Besuchszeiten. „Wir praktizieren hier eine so genannte ‚familienzentrierte Pflege‘, das heißt, dass wir nicht nur unsere Patienten professionell begleiten, sondern auch die Angehörigen als Teampartner einbinden“, bestätigt Werner Mohrbach, der langjährige Leiter der Intensivstation. Der menschliche und respektvolle Umgang mit den Patienten und ihren Angehörigen ist für ihn und seine Kolleginnen und Kollegen das A und O.

Weiterhin hat sich das Krankenhaus verpflichtet, Patienten oder, wenn dieser selbst dazu nicht in der Lage ist, ein Mensch ihres Vertrauens über ihre Situation aufzuklären und in die anstehenden Entscheidungen mit einzubeziehen. Aber auch so praktische Fragen wie die Erreichbarkeit des Arztes, die Beratung in allen pflegerischen Fragen, die Einbindung des Palliative Care Teams oder die Übernachtungsmöglichkeit für Angehörige sind u.a. Kriterien für die Erlangung des Zertifikates.

Zudem haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Intensivstation in den letzten Jahren wichtige Informationen in einem – wie die Stiftung Pflege e. V. betont -  beispielhaften und empfehlenswerten Faltblatt zusammengetragen, das den Patienten und Angehörigen zur Verfügung steht.