Er weiß "seine" Abteilung bei ihr in guten Händen

Dr. Jan Kraetzer feierlich in den Ruhestand verabschiedet – Dr. Heike Jakob neue Chefärztin der Unfallchirurgie

Nach achtzehneinhalb Jahren als Chefarzt der Unfallchirurgie wurde Dr. Jan Kraetzer (Mitte, links neben ihm seine Ehefrau) feierlich in den Ruhestand verabschiedet und Dr. Heike Jakob (2. von rechts) als seine Nachfolgerin herzlich willkommen geheißen. Mit dabei Dr. Heinz-Jürgen Scheid, der Vor-sitzende des Vorstandes der Marienhaus Stiftung, und Krankenhausoberin Christel Müller. Fotos: red

15.03.2017

Ihn im Sommer 1998 zum Chefarzt der Unfallchirurgie berufen zu haben, das sei eine der besten Entscheidungen gewesen, die die Verantwortlichen des (damaligen) St. Josef-Krankenhauses je getroffen hätten; denn Dr. Jan Kraetzer habe sich in all den Jahren als absoluter Glücksfall erwiesen. Er sei, wie es Dr. Heinz-Jürgen Scheid, der Vorstandsvorsitzende der Marienhaus Stiftung, in seiner Laudatio formulierte, nicht nur fachlich überaus kompetent, sondern den Menschen zugewandt, überaus aufmerksam und einfühlsam. Nach achtzehneinhalb Jahren als Chefarzt der Unfallchirurgie im St. Josef-Krankenhaus und in der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof ist Jan Kraetzer Ende 2016 in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Mitte Februar wurde er feierlich verabschiedet. – Seine Nachfolgerin ist seit Jahresbeginn Dr. Heike Jakob. Bei ihr weiß Dr. Jan Kraetzer nach eigenem Bekunden „seine“ Abteilung in guten Händen. (Was will man eigentlich mehr?)

Dr. Jan Kraetzer stammt gebürtig aus Prag, hat dort auch Medizin studiert und an den Universitätskliniken in der Chirurgie gearbeitet, bevor er 1978 nach Deutschland übersiedelte. Die erste berufliche Station in Deutschland war das Krankenhaus in Bad Honnef in der Nähe von Bonn. Von dort wechselte er 1985 an die Chirurgische Klinik der Georg-August-Universität in Göttingen, machte dort seinen Facharzt für Chirurgie und Unfallchirurgie und ging 1992 als Oberarzt an die Main-Taunus-Kliniken in Hofheim im Taunus. Dort erwarb er die Zusatzbezeichnungen Handchirurgie und Plastische Chirurgie. – Und er kam dann über das St. Josefs-Hospital in Wiesbaden mit den Dernbacher Schwestern in Kontakt, die damals Träger des St. Josef-Krankenhauses in der Langenstrichstraße waren. Die suchten für ihr Krankenhaus in Neunkirchen einen Chirurgen mit einem breiten Leistungsspektrum, einen Generalisten also. Und entschieden sich gottlob für Dr. Jan Kraetzer.

Er hat in Neunkirchen die Unfallchirurgie entwickelt und ausgebaut und die Handchirurgie etabliert. Nach dem Umzug auf den Kohlhof kam verstärkt noch die Kindertraumatologie hinzu. (Weswegen die Plastische Chirurgie ein wenig in den Hintergrund treten musste). – Für seinen Erfolg und die Wertschätzung, die er genießt, war nach den Worten von Geschäftsführer Dr. Klaus-Peter Reimund aber noch ein weiterer Aspekt mitentscheidend: die „gute, enge, vertrauensvolle und selbstverständliche Zusammenarbeit“ mit Dr. Peter Mues, dem Chefarzt der Allgemeinchirurgie. Diese Zusammenarbeit sei beispielhaft, aber leider nicht selbstverständlich, so Reimund. „Was ein solches harmonisches Miteinander für die Entwicklung einer Einrichtung bedeutet und wie die Patientinnen und Patienten davon profitieren, das haben Sie beide vorgelebt“, sparte Reimund nicht mit Lob an die Adresse der beiden.

Und er ist zuversichtlich, dass Dr. Heike Jakob und Dr. Peter Mues diese gute Zusammenarbeit nahtlos fortführen werden; schließlich kennen sich die beiden schon aus der Zeit, als Heike Jakob 2002 im Rahmen ihrer Facharztausbildung ins St. Josef-Krankenhaus kam. Und, das ließ Klaus-Peter Reimund in seiner Rede anklingen, Peter Mues soll auch nicht ganz unschuldig sein, dass sich Heike Jakob auf die Chefarzt-Stelle in der Unfallchirurgie beworben hat.

Heike Jakob ist waschechte Saarländerin, hat in Homburg Medizin studiert und sich früh (schon während ihrer Famulaturen) für die Unfallchirurgie begeistern lassen. Sie ist Fachärztin für Chirurgie sowie Unfallchirurgie und Orthopädie „und passt mit ihrem Leistungsspektrum sehr gut in unser Haus“, hieß Dr. Klaus-Peter Reimund sie herzlich willkommen. Um sich gleich selbst zu korrigieren und zu sagen: „Liebe Frau Dr. Jakob, schön, dass Sie wieder da sind.“ Schließlich kennt Heike Jakob aus ihrer Zeit im St. Josef-Krankenhaus noch viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter…