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03.12.2014

01:00 Uhr:
Es ist ruhig im Bereich der Zentralen Patientenaufnahme (ZPA) der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof. Pfleger Marc und Sr. Katharina haben heute Nachtdienst. In der Wartezone sitzt ein Patient. Die Rückenschmerzen, die ihn nicht haben schlafen lassen, waren harmlos – wie die nächtliche Untersuchung ergeben hat. Er wartet nun auf sein Taxi, das ihn wieder nach Hause bringt.

01:02 Uhr:
Die Tür des Haupteingangs öffnet sich. Ein Ehepaar betritt das Foyer, sichtlich aufgeregt und in Sorge tragen sie einen etwa fünfjährigen Jungen in Richtung ZPA. Er ist im Schlaf aus dem Bett gefallen und hat sich am rechten Oberarm verletzt. Er weint, denn er hat starke Schmerzen und kann den Arm nicht bewegen. Pfleger Marc beruhigt die Eltern und begleitet sie zum Untersuchungsraum. Seine Kollegin informiert per Telefon die diensthabenden Ärzte der Pädiatrie und Unfallchirurgie, die sich sofort dorthin begeben.

01:10 Uhr:
Zeitgleich: Auf der Intensivstation des Hauses geht ein Anruf der Rettungsleitstelle ein: In Kürze wird ein 67-jähriger kreislaufinstabiler Patient mit einer akuten Magen-Darm-Blutung mit dem Rettungswagen gebracht werden. Die Intensivschwester weiß, was zu tun ist: Sie informiert über Funk das gesamte Notfallteam, das sich innerhalb weniger Minuten im Schockraum (das ist der Raum, in dem Notfallpatienten nach ihrer Einlieferung zuerst untersucht werden) trifft, um dort auf die Ankunft des Patienten und des Notarztes zu warten.

01:15 Uhr:
Zwischenzeitlich haben sich der Kinderarzt und der Unfallchirurg den verletzten Arm des kleinen Jungen angeschaut. Der Arm ist gebrochen und muss – um die weitere Vorgehensweise sicher festlegen zu können – geröntgt werden. Die Mitarbeiterin im Bereich der Röntgendiagnostik wird informiert und bereitet alles für die Untersuchung vor.

01:25 Uhr:
Die Röntgenbilder zeigen einen komplizierten Bruch, der noch in der Nacht operativ versorgt werden muss. Der behandelnde Arzt bespricht mit den besorgten Eltern das Untersuchungsergebnis und informiert - nach deren Einwilligung zur Operation - seinen Kollegen der Anästhesie und das OP- und Anästhesieteam über den bevorstehenden Eingriff. Der OP-Saal I wird vorbereitet.

01:30 Uhr:
Der Rettungswagen trifft ein. Während der Patient auf die Untersuchungsliege umgebettet wird, informiert der Notarzt die Anwesenden über den Zustand des Patienten und die bereits getroffenen Maßnahmen. Die lebensbedrohliche Situation macht eine sofortige Magenspiegelung notwendig. Der Patient wird vom Anästhesisten intubiert und vom zuständigen Internisten auf die Intensivstation gebracht. Unter der Leitung des erfahrenen Gastroenterologen erfolgt zunächst eine Kreislaufstabilisierung, danach wird die Gastroskopie durchgeführt: Ein pulsierend blutendes Magengeschwür hat den hohen Blutverlust verursacht. Nach Unterspritzung des Geschwürs mit Adrenalin kommt die Blutung zum Stehen; der Zustand des Patienten stabilisiert sich und er kann auf die Intensivstation verlegt und dort weiter behandelt werden.

01:45 Uhr:
Noch auf dem Weg zum OP I geht beim diensthabenden Anästhesisten ein Kaiserschnitt-Notruf ein. Sofort begibt er sich in Richtung OP II und informiert seinen Oberarzt. Da die Notfallsectio dringender ist (Lebensgefahr für Mutter und Kind) wird zunächst diese durchgeführt. Der kleine Junge bekommt von der Kinderärztin ein Schmerzmittel.

01:48 Uhr:
Geburtshelfer, Hebamme, Kinderarzt, Anästhesie- und OP-Team treffen im Sekundentakt im Operationssaal II ein; die hochschwangere Patientin ist bereits vor Ort. Jetzt darf keine Zeit mehr verloren werden. Der Notfallplan wird - genau wie schon oft geübt - umgesetzt. Dennoch wird auch hier ruhig, konzentriert und routiniert gearbeitet.

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