Arthroskopische Kniechirurgie - was ist mit der Schlüssellochmethode therapierbar?

22.05.2019, 18:00 - Ende offen

Neunkirchen. Vielen Menschen ist der Begriff Arthroskopie als eine spezielle Operationsmethode in der Orthopädie und Unfallchirurgie bekannt, was sich dahinter verbirgt, weiß man meist nicht so genau. Die Arthroskopie (griechisch „artros“ = Gelenk und „skopein“ = schauen) beschreibt eine operative Technik, bei der ein Gelenk oder eine Gelenkregion über einen Minimalzugang mit einer vergrößernden Optik betrachtet und mit kleinen Instrumenten untersucht und operiert wird, ohne dass das Gelenk weit geöffnet werden muss. Da der behandelnde Arzt das Gelenk nicht direkt, sondern mittels einer Optik betrachtet, spricht man bei dieser Methode von „Spiegeln“.

Schon in den 1920er Jahren wurden in Europa die ersten Arthroskopien durchgeführt. Speziell die Kniegelenksarthroskopie kommt heutzutage zum Einsatz, wenn beispielsweise freie Gelenkkörper entfernt werden müssen, oder bei einer Kniegelenksmobilisation (Kniegelenksarthrolyse). Auch zur Knorpeldiagnostik, in der Meniskuschirurgie und zur Kreuzbandrekonstruktion wird die Arthroskopie angewandt. In der Regel müssen dazu mindestens zwei Portale (beidseits der Kniescheibensehne=Patellarsehne) gesetzt werden; sie dienen als Kamera- bzw. Arbeitsportal. Die Arthroskopie ist eine für die Patienten sehr schonende Operationsmethode.

Im der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof gehört die Arthroskopie zu den Standardoperationen von Frau Dr. Heike Jakob. Sie ist Chefärztin der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie und hat langjährige Erfahrung in einem breiten Anwendungsspektrum dieser OP-Technik. In ihrem Vortrag wird sie die diagnostischen und operativen Möglichkeiten bei Erkrankungen oder Verletzungen des Kniegelenkes vorstellen und entsprechende Vorgehensweisen erläutern.

Der kostenlose Vortrag der Info-Reihe „Medizin verstehen – von Ärzten für Jedermann“ beginnt um 18 Uhr im Konferenzraum, 1.OG der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.