Schmerzen für immer nach Verletzung oder operativem Eingriff?

24.09.2018, 18:00 - Ende offen

Dr. Heike Jakob, Chefärztin für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof und Dr. Patric Bialas, Leiter der Schmerzambulanz der Uniklinik Homburg, werden am 24. September zum Thema Schmerzkontrolle und Funktionsverbesserung aus schmerztherapeutischer und handchirurgischer Sicht bei Morbus Sudeck/CRPS sprechen.

Von einem Morbus Sudeck oder CRPS (Complex Regional Pain Syndrom) sprechen Mediziner bei anhaltend starken Schmerzen im Bereich der Arme oder Beine nach Verletzung, Unfall oder Operation, die nicht im üblichen Zeitrahmen abklingen. Zu den Schmerzen kommen weitere Symptome wie Schwellung, Temperaturveränderung der Haut, gesteigertes Haarwachstum sowie Bewegungs- und Funktionseinschränkungen mit Einsteifen von Gelenken hinzu. Das CRPS ist eine Ausschlussdiagnose, d. h. zunächst müssen Schmerzursachen wie z. B. Infektion, aktivierte Arthrose, Knochennekrosen oder Durchblutungsstörungen ausgeschlossen werden. Hauptpfeiler der Therapie ist dann eine sogenannte multimodale Schmerztherapie. Hierzu gehören neben der klassischen medikamentösen Schmerztherapie auch physiotherapeutische, ergotherapeutische und psychotherapeutische Maßnahmen. Eine vollständige Heilung ist möglich, erfordert jedoch eine intensive, auf den Krankheitsverlauf abgestimmte interdisziplinäre Behandlung. Dr. Heike Jakob und Dr. Patric Bialas erläutern in ihren Vorträgen die diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten aus schmerz- und handchirurgischer Sicht sowie ihre Behandlungsschwerpunkte und beantworten im Anschluss Fragen der Zuhörer.

Der kostenlose Vortrag der Info-Reihe „Medizin verstehen – von Ärzten für Jedermann“ beginnt um 18 Uhr im Konferenzraum, 1.OG der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.