Ein Haus des Helfens und Begleitens

Der letzte Bauabschnitt ist mit der Fertigstellung des Sozialpädiatrischen Zentrums abgeschlossen

Das neue Sozialpädiatrische Zentrum der Marienhaus Klinik St. Josef Kohlhof: Der markante Eingangsbereich der alten Kinderklinik konnte er-halten bleiben, das neue Gebäude wurde hier angebaut.

06.09.2013

Die Mitarbeiter hatten das neue Gebäude lange ersehnt. Ende August fand der Umzug des Sozialpädiatrischen Zentrums (SPZ) in den nach 17 Monaten Bauzeit fertig gestellten Neubau statt. Damit ist jetzt auch der letzte Bauabschnitt der Marienhausklinik St. Josef Kohlhof abgeschlossen. Am Mittwochnachmittag wurde das neue SPZ, das 20 Kinder stationär aufnehmen kann, in einer kleinen Feierstunde eingesegnet. Den jungen Patienten und den Mitarbeitern stehen im Neubau auf rund 2.500 Quadratmetern 16 helle, freundliche Patientenzimmer sowie 43 großzügige Therapie-, Behandlungs- und Aufenthaltsräume zur Verfügung. Damit ist das neue Gebäude, für dessen Bau fast 3,9 Millionen Euro investiert wurden, rund drei Mal so groß wie das alte Haus. Die Zahl der Behandlungsplätze hat sich nach dem Umzug jedoch nicht geändert.

Der Neubau wurde an das Eingangsgebäude der alten Kinderklinik angebaut. Dieser Teil, der erst zehn Jahre alt war, konnte erhalten werden. Und so wird dem einen oder anderen der Eingangsbereich noch bekannt vorkommen aus der Zeit, als es hier in die alte Kinderklinik ging. Innen wurde das Gebäude allerdings komplett saniert und umgebaut. „Damit sich die Eltern und ihre Kinder gut in dem Haus zurechtfinden, haben wir ein Farbleitsystem entwickelt“, berichtet die Krankenhausoberin Christel Müller. Jeder Bereich hat seine eigene Farbe. So können sich auch Kinder, die noch nicht lesen können, gut orientieren. Insgesamt wurde viel Farbe bei der Gestaltung der Räume verwendet. In jedem Patientenzimmer sind zwei Wände strahlend gelb gestrichen. Das verleiht den Räumen eine freundliche, sonnige Atmosphäre. Die Gruppen- und Aufenthaltsräume haben je eine blaue Wand. Dieses Blau finde sich auch in den Küchenzeilen wieder, mit denen die Aufenthaltsräume ausgestattet wurden. Orangefarbene und rote Sofas setzten weitere farbliche Akzente.

Bei den Planungen des neuen SPZ wurde viel Zeit darauf verwendet, die Arbeits- und Funktionsabläufe zu analysieren, denn das neue Gebäude sollte den Bedürfnissen und Anforderungen sowohl der Mitarbeiter als auch der jungen Patienten entgegenkommen. „Wir wollten die Chance nutzen, die Arbeitsbedingungen für unsere Mitarbeiter zu verbessern“, so Geschäftsführer Dr. Klaus-Peter Reimund bei seiner Ansprache anlässlich der Einsegnung. Alle, die in diesem Haus arbeiten, und die Kinder, die hier behandelt werden, sollen sich wohl fühlen.

Vor 35 Jahren wurde das SPZ gegründet. Seither behandelt ein multiprofessionelles Therapeutenteam Kinder, die zu Hause oder in der Schule auffällig sind. Die Patienten kommen schon lange nicht mehr nur aus Neunkirchen und Umgebung. „Diese Einrichtung ist etwas ganz Besonderes und hat ein gutes Renommee weit über die Grenzen des Saarlandes hinaus“, weiß Christel Müller. Oder wie es Dr. Reiner Hasmann, der Ärztliche Leiter des Sozialpädiatrischen Zentrums formuliert: Das SPZ ist „ein Haus des Helfens und Begleitens, des Lernens und des Gesundwerdens“.

Marienhausklinik St. Josef Kohlhof

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